Schnelles Internet in Ascholtshausen

Mit einem Knopfdruck vor dem Kabelverteiler ging das Glasfasernetz in Ascholtshausen symbolisch in Betrieb. Zu sehen sind unter anderem Landrat Laumer, Bürgermeister Wellenhofer samt Stellvertreter Dr. Kirchinger und Kreutz sowie einige Marktgemeinderäte, Ortssprecher Faltermeier und Vorstandsvorsitzender Christof Englmeier. (Foto: al)

Nur ein Ortsteil steht noch aus

Einer der markantesten Tage in der langen Dorfgeschichte von Ascholtshausen war wohl der vergangene Mittwoch. Im Beisein einiger Ehrengäste, darunter Landrat Josef Laumer, wurde durch amplus das neue Glasfasernetz in Betrieb genommen. 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer schilderte nochmals den Werdegang dieses Projektes, dessen Anfänge bis in das Jahr 2011 zurückgehen.

Es war ziemlich frostig, als sich am Mittwochvormittag beim wichtigen Kabelverteiler unweit des Kriegerdenkmals in Ascholtshausen eine Reihe von Mandatsträger und Verwaltungsleuten sowie die Vertreter von amplus aus Teisnach zur Inbetriebnahme des schnellen Internets einfanden. Weniger frostig waren jedoch die anschließenden Reden. Vielmehr war Erleichterung zu spüren, dass viele Personen an einem Strang zogen und es letztlich zu diesem schönen Erfolg kam.

Bürgermeister Karl Wellenhofer zitierte eingangs William Shakespeare mit „Ende gut, alles gut". Er rief die vielfältigen Bemühungen des Marktes um das schnelle Surfen im Internet in Erinnerung, welches von den Bürgern mit Nachdruck gefordert wurde. 2002 hat er den ersten Antrag an Telekom gestellt, das Internet im Marktgebiet zu verbessern und seit 2008 planen die Landkreisgemeinden gemeinsam die Breitbandversorgung. 2010 konnte der Markt mit amplus den Hauptverteiler 08772 in Mallersdorf aufrüsten um eine erste, kleine Beschleunigung zu erreichen. Im Frühjahr 2013 wurde die Glasfaserleitung von der Bahnlinie bis in die Ortsmitte von Ascholtshausen verlegt und ein neuer Verteilerschrank aufgestellt.  Anschließend kam es aber zu diversen Problemen und es galt einige Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Bürgermeister Wellenhofer zeigte sich erleichtert darüber, dass jetzt auch in Ascholtshausen eine ausreichende Bandbreite zur Verfügung steht. Sein Dank galt vorrangig Ortssprecher Heinrich Faltermeier und Vorstandsvorsitzenden Christof Englmeier  sowie Breitbandpaten Peter Hartl für die enge Zusammenarbeit.

Im Markt steht jetzt nur noch Upfkofen als letzte Ortschaft aus und dieser Ortsteil wird noch heuer zusammen mit Schierling und Pfakofen erschlossen.

Anerkennung durch den Landrat.

Landrat Josef Laumer sagte in seinem Grußwort, dass dieser Tag nicht nur für den Markt ein erfreulicher Anlass ist, sondern auch für den Landkreis. Es gelingt immer wieder, Bausteine zu schaffen, um ans schnelle Internet kommen. Der Landrat  lobte das eigenwirtschaftliche Engagement von amplus und sprach auch die Förderprogramme des Freistaates an. Jetzt fördert auch noch der Bund, sagte er und auch bei Inanspruchnahme dieses Bundesprogrammes wird sich der Landkreis beteiligen. Er sah im schnellen Internet eine wichtige Zukunftsaufgabe und gratulierte zu dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahme.

Christof Englmeier, der Vorstandsvorsitzende von amplus aus Teisnach blickte ebenso zurück auf das Zustandekommen und betonte dabei „Mallersdorf-Pfaffenberg zeigte sich immer als verlässlicher Partner. Deshalb haben wir uns rasch dazu entschieden, auch eigenwirtschaftliche Erschließungen im Marktgebiet umzusetzen" . Die Investitionssumme für dieses Projekt betrug immerhin 150.000 Euro. Alle Kabelverzweiger, so Englmeier, besitzen bereits die für die FTTB (fibre to the building) notwendige technische Ausstattung – für eine zukünftige Nachrüstung zu Bandbreiten mit 200 Megabit pro Sekunde und mehr. Für die Kommune entfällt somit ein zusätzlicher Investitionsaufwand. Bei amplus haben Kunden die Möglichkeit, über die Option „nimm zwoa" die doppelte Bandbreite über Kupferleitungen zu beziehen. Als einziger Internetanbieter Deutschlands umgeht der Breitband-Carrier so die Begrenzung für kupfergebundene Anschlüsse.

100 Kommunen schon angeschlossen.

Englmeier meinte zudem, dass seinem Unternehmen der Landkreis Straubing-Bogen sehr wichtig ist. Inzwischen werden bereits 100 Kommunen in zwölf Landkreisen Niederbayerns und der Oberpfalz mit Internetgeschwindigkeiten von bis zu 200.000 Kbit/s versorgt. Er freute sich über die vielen Anfragen aus dem Marktgebiet und die zahlreichen Hausbesitzer, welche sich für amplus entschieden haben. Englmeier dankte abschließend Bürgermeister Wellenhofer samt Marktgemeinderat, dem Breitband-Sachbearbeiter Peter Hartl und Ortssprecher Heinrich Faltermeier. Dieser wiederum ging beispielhaft voran und überreichte Englmeier seinen Vertrag zur Umstellung. Mit einem symbolischen Knopfdruck wurde das schnelle Internet für Ascholtshausen anschließend offiziell in Betrieb genommen.