Verdienste um Allgemeinwohl gewürdigt

Christa Riepl und Josefine Braunrieder erhalten Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Helmut Brunner

Drei Bürger aus dem Landkreis Straubing-Bogen machen sich seit Jahren um das Gemeinwohl ihrer Mitmenschen verdient. Aus diesem Grund hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner Walter Gegenfurtner aus Straßkirchen sowie Josefine Braunrieder und Christa Riepl aus Mallersdorf-Pfaffenberg am Montag in der Regierung von Niederbayern in Landshut mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

 Josefine Braunrieder hat sich durch ihre jahrzehntelange Pflegeleistung in besonderem Maße bleibende Verdienste erworben. „Mit bewundernswerter Liebe und Fürsorge kümmern Sie sich seit 38 Jahren mit Ihrer ganzen Kraft um Ihre Tochter Sabine, die mit dem Down-Syndrom geboren wurde", sprach Brunner seine Anerkennung aus. Sie habe sich nicht entmutigen lassen und ihren Weg gefunden, wie sie und ihre Tochter mit dem Anderssein leben können. Tagsüber arbeitet Tochter Sabine in einer Behindertenwerkstatt. Für Josefine Braunrieder bedeute das etwas Entlastung bei der täglichen Betreuung, mal etwas Zeit für sich selbst zum Durchatmen.

In den weit mehr als drei Jahrzehnten, in denen sie sich dieser enormen Aufgabe stellt, sei sie sicher oftmals an die Grenze ihrer Belastbarkeit in der täglichen Betreuung gestoßen. Pflege sei nicht an feste Zeiten gebunden und kenne kein freies Wochenende. „Menschen, die pflegen, brauchen Herz und Verstand. Sie praktizieren mit ihrem täglichen Dienst die Grundwerte unserer Gesellschaft in der eigenen Familie. Ein Leben in der Familie ist durch nichts anderes zu ersetzen", lobte Brunner.

Hingebungsvolle Pflege

Auch Christa Riepl hat sich durch ihre pflegerischen Leistungen bleibende Verdienste erworben. 1981 kam ihr Sohn Andreas schwerstbehindert und mit Down-Syndrom zur Welt. Er braucht deswegen viele Therapien und medizinische Unterstützung. „Vor allem braucht er aber Sie", stellte Brunner heraus. Seine Mutter unterstütze ihn Tag für Tag, dass er seinen Alltag so selbstständig wie möglich meistern kann.

Für Christa Riepl sei das mehr als ein Vollzeitjob, diese Aufgabe nehme sie rund um die Uhr in Anspruch. „Doch für Ihren Sohn tun Sie das gerne", würdigte Brunner. In den über 30 Jahren habe sie zu keiner Zeit einen Pflegedienst in Anspruch genommen. „Durch diese hingebungsvolle Pflege haben Sie es Ihrem Sohn ermöglicht, in der gewohnten Umgebung zu bleiben."

Christa Riepl nehme sich mit liebe- und aufopferungsvoller Fürsorge der Pflege ihres Sohnes an. „Diese Leistung kann nicht hoch genug geschätzt werden. Unsere Gesellschaft wäre um vieles ärmer und kälter ohne Menschen wie Sie."