Endlich ist es da: das schnelle Internet

Per Knopfdruck schalteten MdL Zellmeier, Staatsminister Markus Söder, Bürgermeister Karl Wellenhofer und Landrat Josef Laumer das Breitbandnetz für Mallersdorf-Pfaffenberg frei.

Kosten in Höhe von rund 760 000 Euro – Söder: Mehr Wlan-Hotspots in Bayern

Am Freitag hatten rund 2 000 Haushalte und Firmen in Mallersdorf-Pfaffenberg Grund zur Freude: Das schnelle Internet wurde freigeschaltet. Bei der Eröffnung war auch Finanzminister Dr. Markus Söder dabei. Dieser präsentierte sich gut gelaunt, hob die finanziellen Anstrengungen des Freistaates hervor und sendete positive Signale, was die Einrichtung von Wlan-Hotspots in Mallersdorf-Pfaffenberg im kommenden Jahr anbelangt.

Zahlreiche Ehrengäste erwarteten am Freitagnachmittag in den Räumen der Baufirma Fahrner die Ankunft von Markus Söder. Begleitet wurde er von MdL Josef Zellmeier. Firmenchef Robert Fahrner begrüßte Söder und stellte kurz seine Firma vor, welche rund 300 Beschäftigte hat.

Bürgermeister Karl Wellenhofer bezeichnete diesen Freitag als einen der „wichtigsten Tage der letzten Jahre für die Marktgemeinde". Den problemlosen und zügigen Zugang zum Internet – und damit zu unendlichen vielen Informationen – bezeichnete er also ebenso wichtig wie die Infrastrukturen Wasser, Kanal, Strom oder Straßen. Wellenhofer gab einen kurzen Rückblick auf die bisherigen Bemühungen: Diese gehen bis in den Oktober 2002 zurück, 2008 begannen konkrete Planungen. Laut Wellenhofer hat es viel zu lange gedauert, bis etwas vorwärtsging. Oft habe er die Verhältnisse mit „DSL" beschrieben: „Dörfer surfen langsam". Steil bergauf sei es erst unter Söder gegangen. Wellenhofer überraschte die Versammlung deshalb mit einer neuen Interpretation von DSL, nämlich „Dank Söder läuft´s" und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Der Weihnachtswunsch des Bürgermeisters

Die Gesamtkosten für das schnelle Internet betragen 760 000 Euro; Bayern bezahlte übernahm einen Anteil von 530 000 Euro. Der Landkreis gewährte einen Zuschuss von 33 000 Euro.

Wellenhofer informierte die Gäste über die Bemühungen des Marktes zur Erschließung der restlichen Haushalte in den Weilern und Einöden, bevor er seinen Weihnachts-Wunsch an Söder aussprach: „Wir würden uns freuen, wenn wir nächstes Jahres zwei freie Wlan-Hotspots in Mallersdorf und Pfaffenberg bekommen würden".

Heimatminister Dr. Söder blickte ebenfalls kurz zurück: Bei seiner Amtsübernahme habe es zwar ein Förderprogramm gegeben, aber niemand habe es in Anspruch genommen. „Wir haben mit den Abgeordneten und Landräten gesprochen und ein neues Programm entworfen." Dies sei nun mit deutlich weniger Bürokratie verbunden.

Niederbayern: Bereits 711 Förderbescheide

Das neue Breitband-Förderprogramm des Freistaates umfasst 1,5 Milliarden Euro. „Unsere Vereinfachungen, die bessere Beratung und die Erhöhung der Fördersummen zeigen deutlich Wirkung", sagte Söder.

Derzeit befinden sich 1 904 Kommunen – also 93 Prozent – im Förderverfahren. Es seien bereits 711 Förderbescheide mit einer Gesamtfördersumme von mehr als 255 Millionen Euro übergeben worden, sagte der Staatsminister. Von Ende 2013 bis Mitte 2015 sei die Zahl der Breitbandanschlüsse in Bayern von 53 Prozent auf 67 Prozent gestiegen. Das bedeute, dass 800 000 mehr bayerische Haushalte nun vom schnelleren Internet profitieren. „Wir sind weg vom digitalen Kiesweg zur digitalen Autobahn" resümierte Söder.

Mit einer Förderung von 10 Millionen Euro wolle der Freistaat bis 2020 außerdem 10 000 freie WLAN-Hotspots einrichten, verkündete Söder. Die Aussichten für Mallersdorf-Pfaffenberg stünden deshalb nicht schlecht.

Landrats Josef Laumer hob das Engagement der Staatsregierung bei dieser „Zukunftsinfrastruktur" hervor und zitierte in Bezug auf die Wlan-Hotspots augenzwinkernd Wilhelm Busch: „Ein Wunsch, der erfüllt wird, bekommt augenblicklich Junge".

Gemeinsam begaben sich die Ehrengäste zu einem nahegelegenen Multifunktionsgehäuse, wo Heimatminister Dr. Söder symbolischen den „roten Knopf" drückte und das schnelle Internet offiziell in Betrieb nahm.

Eintrag in das Goldene Buch durch Heimatminister Dr. Söder

Hinten stehend von links nach rechts: Marktgemeinderat (MGR) Axel Schieder, MGR Hans Trepesch, Ortssprecherin Conny Hapfelmeier, MdL Josef Zellmeier, Landrat Josef Laumer, 3. Bürgermeister Martin Kreutz und MGR Robert Fahrner. Vorne sitzend Bürgermeister Karl Wellenhofer und Staatsminister Dr. Markus Söder.

Bei dieser Gelegenheit trug sich der prominente Gast aus Nürnberg auch in das Goldene Buch des Marktes ein. Er dankte den Kommunalpolitikern im Freistaat für ihre Weitsicht in Bezug auf das schnelle Internet. Zudem bezeichnete er den ländlichen Raum als die „kulturelle Seele Bayerns".