Mehr Platz für die Kleinsten

Der neue Gruppenraum wurde von den ersten Kindern bereits eingeweiht. Sie fühlen sich sichtlich wohl.

Kinderkrippe „Rappelkiste" auf 42 Plätze erweitert

Seit 2009 ist in den ehemaligen Räumen der Mallersdorfer Schwestern die gemeindliche Kinderkrippe „Rappelkiste", die von Jahr zu Jahr mehr Kinder besuchen. Bei der Generalsanierung der Räume nach der Übernahme vom Kloster wurde zunächst im Erdgeschoss Platz für zwei Gruppen mit jeweils zwölf Kindern geschaffen. Da der Bedarf an Krippenplätzen ständig steigt und schon jetzt sechs weitere Kinder angemeldet worden sind, wurde 2015 die Erweiterung im Obergeschoss im Marktgemeinderat beschlossen.

Durch das Landratsamt wurden für das Obergeschoss ein Gruppenraum, ein großzügiger Bewegungsraum, eine „Sanitärerlebniswelt" mit Baby-Plansch-Flächen, ein Ruhe-/Schlafraum sowie ein Eltern- und Therapieraum für zusätzlich 18 Kinder genehmigt. In die Kinderkrippe können somit künftig insgesamt 42 Kinder aus Mallersdorf-Pfaffenberg und Laberweinting – bei Bedarf auch aus anderen Kommunen – kommen.

Im Oktober 2015 vergab der Marktrat den Planungs-Auftrag für den Umbau an das Architektenbüro Frey aus Mallersdorf. Wegen der Tragmauern, Leitungen und anderen Voraussetzungen wurde der Grundriss im 1. Stock der Kinderkrippe ähnlich dem des Erdgeschosses geplant. Als zweiter Fluchtweg und als direkter Zugang zum Garten wurde auf der Südseite eine Außentreppe errichtet. Im Garten der Krippe werden im Frühjahr noch verschiedene Spielgeräte zusätzlich aufgestellt. Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 370 000 Euro, der Freistaat Bayern fördert sie mit 279 000 Euro.

Die Bauarbeiten begannen im Sommer des letzten Jahres. Am Montag erfolgte die Abnahme durch das Landratsamt Straubing-Bogen – Jugendamt, Bauamt und Gesundheitsamt. Von den Damen und Herren des Landratsamtes wurden die Bauausführung und die Großzügigkeit der geschaffenen Räume sehr gelobt und die Freigabe für die Benutzung ab Februar erteilt.

Bürgermeister Karl Wellenhofer machte deutlich, dass dem Markt Mallersdorf-Pfaffenberg die Maßnahme wichtig war, um den Eltern auch in der Zukunft eine zeitgemäße, qualitativ hochwertige Betreuung ihrer Kinder, angepasst an die steigende Nachfrage, bieten zu können. So werde ein wertvoller Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf geleistet.

Wellenhofer würdigte den Einsatz von Architekt Frey, Gerlinde Gietl vom Landratsamt, H. Hartl von der Verwaltung und der Damen der Krippe. Während der Bauarbeiten hätten sie auch viel Geduld aufbringen müssen. In der Kinderkrippe sind derzeit zwei Erzieherinnen und drei Kinderpflegerinnen im Einsatz sowie eine Betreuerin, die sich um das Mittagessen kümmert. Mit dem Elternbeirat und der Vorsitzenden Augustin besteht eine enge Zusammenarbeit.

Die Krippe ist an den Kindergarten „Sankt Elisabeth" angegliedert, sodass den Kindern der Übergang leicht gemacht wird. Leiterin beider Einrichtungen ist F. Geith, F. Piechaczek ist die Ansprechpartnerin in der Krippe. Die Krippe ist täglich von 7.15 bis 17 Uhr geöffnet und unter Telefon 915629 erreichbar.

Die Frauen Rackl und Pledl sowie Jugendamtsleiterin Gerlinde Gietl (vorn, links) und H. Wagner vom Landratsamt, Architekt Frey, F. Luginger von der Kinderkrippe, H. Hartl von der Marktverwaltung und Bürgermeister Karl Wellenhofer (von links) bei der Abnahme der neuen Räume.