Verabschiedung nach 50 Dienstjahren

Symbolische Übergabe der Marktkasse am letzten Arbeitstag im Januar: Geschäftsleiterin Monika Stadler, die neue Kassenverwalterin Helga Müller, Werner Wawra und Bürgermeister Karl Wellenhofer. (Foto: al)

Am 1. September 1965 trat Werner Wawra in den Dienst des damals noch selbständigen Marktes Pfaffenberg ein. Von einer kleinen Unterbrechung abgesehen – er war kurzzeitig bei der Gemeinde Raubling – hielt er seither der Kommune die Treue. Vor wenigen Tagen wurde Werner Wawra im Kreise der gesamten Belegschaft bei einer Feier im Rathaus in den Ruhestand verabschiedet. Bürgermeister Karl Wellenhofer ging auf den beruflichen Werdegang von Werner Wawra ein. Als junger Bursche kam ervor über 50 Jahren als Lehrling zum Markt Pfaffenberg. Nach seiner Ausbildung wurde er in der Marktkasse eingesetzt. Dort wurde er bald zu einer unverzichtbaren Stütze und wegen ihm wurde sogar seine Bundeswehrzeit verkürzt. Über Jahrzehnte führte er als Kassenverwalter die Kassengeschäfte in Pfaffenberg und auch beim späteren Markt Mallersdorf-Pfaffenberg. Diese lange Zeit bei der Kommune gipfelte vor wenigen Tagen in der Verleihung des Markttalers. Neben einem
Geschenkkorb gab es aus den Händen des Bürgermeisters auch einen Gutschein für ein Heimspiel des 1. FC Nürnberg. Personalratsvorsitzender Alois Lederer rief ebenso die Laufbahn des scheidenden Kollegen in Erinnerung und die schwierigen Anfangsjahre. Sparsamkeit, Pflichterfüllung, Disziplin und Loyalität beschreiben Werner Wawra und seinen Charakter. Was bei ihm noch hinzukamen, waren laut Lederer seine Pünktlichkeit und eine absolute Diskretion in allen dienstlichen Angelegenheiten. Auch vom Personal gab es ein Geschenk: eine Ruhebank für die Terrasse sowie einen Gutschein für eine Veranstaltung im HDG. Extra für diesen Abend hatte sich ein „Rathaus-Chor" formiert. Dieser präsentierte unter der instrumentalen Begleitung von Monika Stadler ein
Abschiedsständchen. Die Melodie entlieh man sich von einem uralten Volkslied, nämlich der „Vogelhochzeit" und Personalrat Walter Barth schrieb dazu einen passenden Text. Mit einer bunten Bilderschau ließ Walter Barth zudem die schönen Jahre mit Werner Wawra Revue passieren.
Vom „Rathaus-FCN-Fanclub" gab es ebenfalls noch ein schönes und zugleich seltenes Erinnerungsgeschenk. Monika Stadler und Alois Lederer überreichten ein gerahmtes Poster vom legendären 7:3 Heimsieg des Clubs
gegen den FC Bayern München, bei dem am 2. Dezember 1967 Werner Wawra Zeitzeuge war, und zwar direkt hinter der FCN-Trainerbank. Werner Wawra sprach von einer „sehr schönen Zeit in der Marktgemeinde". Am
vergangenen Freitag war der offiziell letzte Arbeitstag von Werner Wawra. Dabei übergab er symbolisch seine Kasse an Nachfolgerin Helga Müller.