Neujahrsempfang 2018

Viele Personen haben sich um das Gemeinwohl verdient gemacht

- Neujahrsempfang des Marktes – Blumen für Aktive in der Seniorenarbeit – Lob des Landrats-

 

Seit der Gebietsreform 1972 ist er zu einer Tradition geworden: Der alljährliche Neujahrsempfang der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg. Auch diesmal waren Viele der Einladung des Marktes in das Klosterbräustüberl gefolgt. 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer nahm die Gelegenheit wahr und dankte allen, die sich auch 2017 für das Gemeinwesen eingesetzt haben.

Der Saal des Klosterbräustüberls war bis auf den letzten Platz besetzt, als 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer die vielen Gäste begrüßte. Erstmals darunter waren der neue MdB Erhard Grundl, der aus Oberlindhart stammt, drei Schwestern aus Indien sowie die neue Kreisbäuerin  Claudia Erndl. Bürgermeister Wellenhofer freute sich zudem, dass der ehemalige MdB Ernst Hinsken wieder genesen ist und nach Mallersdorf kam. Aus dem Bayerischen Landtag waren Josef Zellmeier, Hans Ritt und Ruth Müller vertreten. Landrat Josef Laumer erschien sogar mit seinen beiden Stellvertretern Barbara Unger und Franz Xaver Stierstorfer.

In seiner Ansprache hob der Bürgermeister hervor, dass die Marktgemeinde nicht zuletzt vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger lebt, die mit hohem ehrenamtlichen Einsatz das gesellschaftliche Leben gestalten und so zu einem guten Miteinander beitragen. Einen Teil seiner Rede widmete Wellenhofer auch den Senioren. Er dankte BRK-Kreisvorsitzenden Alfred Reisinger, dass sich das BRK entschieden hat, hier ein neues Heim mit 60 Pflegeplätzen und einer erweiterten Tagespflege zu errichten. 2017 war ein Jahren mit vielen Momenten und Bildern, aber auch ein Jahr mit freudigen, traurigen, bewegenden, lustigen und nachdenklichen Augenblicken sagte der Redner weiter und erinnerte u.a. an die Bundestagswahl, den Tod von Altkanzler Kohl sowie von Altbundespräsident Roman Herzog. Eingehend auf die deutsche Wirtschaft stellte Wellenhofer heraus, das diese „brummt", es in vielen Bereichen Vollbeschäftigung gibt und zudem die Steuerquellen sprudeln. Es gäbe eigentlich nichts zu jammern, trotzdem befürchten immer mehr, dass dies nicht so bleibt. Für viele stellen sich einige Fragen, als da sind: Sind wir noch sicher im eigenen Land, werden wir überfremdet, reicht die Rente bzw. wer pflegt uns im Alter?

Bayern 2030

Auch auf die Landespolitik ging Bürgermeister Wellenhofer ein und die Befragung der Bürger, wie das Land 2030 aussehen soll. Wenn man bedenkt, dass weiter über 50 % der Bevölkerung in Bayern auf dem flachen Land lebt und hier Themen wie Schulen, Ärzte, Wohnraum, schnelles Internet oder flächendeckendes Handynetz eine große Rolle spielen, wird das Aufgabenfeld für die im September neu zu wählende Landesregierung sehr groß sein.

Im Folgenden widmete sich der Rathauschef der Kommunalpolitik. Bei einem Haushaltsvolumen von über 21 Millionen Euro konnte der Markt 2017 mit über 100 kleineren und größeren Maßnahmen die Infrastruktur und damit auch die Lebensqualität verbessern. Das neue Baugebiet „Sandleite 3" wurde erschlossen. Erste Gespräche wurden auch in Sachen neues Gewerbegebiet geführt. Interessanterweise, so Bürgermeister  Wellenhofer, kommt jetzt auch wieder Bewegung in das Thema „Direkter Anschluss an die B 15 neu" und der Landkreis lässt derzeit ein Gutachten dazu erstellen. Auch das Planfeststellungsverfahren für die Umgehungsstraße wurde eingeleitet und der Marktgemeinderat wird sich demnächst damit beschäftigen. Der Markt hat auch 2017 wieder in das 72 km lange Straßennetz investiert und keinerlei Straßenausbaubeiträge verlangt. In Oberellenbach ging es endlich in Sachen Dorferneuerung los und praktisch fertig ist das Gemeinschaftshaus in Oberhaselbach, wo sich nach den Worten des Bürgermeisters viele Ehrenamtliche großartig engagiert haben.  Auch das Thema „Asyl" klammerte Wellenhofer bei der Neujahrsansprache nicht aus. Der Markt hat derzeit rund 6900 Einwohner und rund 340 Asylbewerber, dies sind knapp über 5 % der Bevölkerung. Leider wurden mit der Eröffnung der zweiten staatlichen Gemeinschaftsunterkunft in Pfaffenberg die Probleme immer mehr und es kam zu vielen Beschwerden. Ein großes Ärgernis sind die insgesamt 54 Fehlalarme. Bürgermeister Wellenhofer sah nur eine Lösung, nämlich eine Betreuung und Bewachung über 24 Stunden am Tag. Der entsprechende Antrag liegt bereits im Sozialministerium.  Für 2018 stellte er den Rathaus-Architektenwettbewerb sowie die Generalsanierung der Schulturnhalle und den Anbau einer Mensa in Aussicht. Nach Erhalt einer aussagefähigen Kostenberechnung wird man auch entscheiden müssen, ob die Grund- und Mittelschule generalsaniert wird.

Gute Finanzdaten.

Eingehend auf die finanzielle Situation sprach der Bürgermeister davon, dass die Rücklagen sich mittlerweile auf 7 Millionen Euro belaufen. Vor dem Jahresende konnte man die Schulden auf 780.000 Euro senken. Karl Wellenhofer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Jahr 2017, zumal nicht nur die finanzielle Lage sehr gut ist, sondern durch die Zuzüge und die steigenden Geburten der Markt auf die 7000-er Grenze bei den Einwohnern zusteuert. Er dankte am Ende Allen, die sich im abgelaufenen Jahr wieder engagiert haben und zitierte einen unbekannten Autor mit den Zeilen: „Mögen Sie an die guten Zeiten mit Freude denken, aus den schlechten lernen, im Heute leben und das Morgen willkommen heißen".

Für die in der Seniorenarbeit Tätigen gab es anschließend noch jeweils einen schönen Blumenstrauß.

Kliniken wichtig.

Landrat Josef Laumer kam in seinem Grußwort u.a. auf die Situation an den Kreiskliniken zu sprechen und sagte dazu: „Diese sind uns lieb und teuer". Er lobte die ausgezeichnete Arbeit an den beiden Krankenhäusern in Mallersdorf und Bogen. Der Kreis hat 2017 auch in die Sankt-Benedikt-Schule und in das Gymnasium investiert.  In Erinnerung rief der Landrat noch die Einführung des Seniorentaxis sowie die Förderung in den Breitbandausbau. Er dankte allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die gemeinsam zu den Erfolgen beigetragen haben, weil sie gehandelt und nicht nur kritisiert haben.

Bürgermeister Wellenhofer bei der Neujahrsansprache

Ehrung von Personen die in der Seniorenarbeit tätig sind.

Ganz enge Verbindung zwischen Kloster und der Marktgemeinde

- Feierlicher Gottesdienst und Empfang im Kloster – Lob für die Schwestern -

 

Auch in diesem Jahr stand das kirchliche Fest der „Erscheinung des Herrn" ganz im Zeichen eines feierlichen Gottesdienstes in der schön geschmückten Pfarrkirche St. Johannes sowie des Empfangs der Ordensleitung im Kloster der Armen Franziskanerinnen für die Vertreter von Politik und Verwaltung.

Die Pfarrkirche St. Johannes erstrahlte am Samstag im weihnachtlichem Glanz beim Festgottesdienst zu Heilig Drei König. Pater Michael Raj begrüßte neben den Gläubigen ganz besonders die große Abordnung der Mandatsträger von Kommune, Landkreis, Bezirks- und Landtag. Die Eucharistiefeier wurde besonders feierlich gestaltet vom Kirchenchor unter der Leitung von Gerhard Justwan sowie Hans Kammermeier an der Orgel. Begleitet wurden die jeweiligen Beiträge von Dr. Erwin Müller auf der Querflöte.

In seiner Predigt ging Pater Michael Raj auf die Bedeutung des Festes „Erscheinung des Herrn" ein. Es waren Sterndeuter aus dem Osten, die zur Krippe kamen. Jedenfalls waren es Andersdenkende und Andersgläubige, die in Jesus den wahren Gott erkannten. Andersdenkende, so Pater Michael, finden wir sowohl in der weiten Welt als auch in der näheren Umgebung. Es gibt auf der Welt 200 Millionen Atheisten. Der Priester betonte: „Kein Mensch wird von der Liebe Gottes ausgestoßen, selbst wenn er Atheist ist".   Zum Schluss zitierte Pater Michael Passagen des bekannten Theologen Karl Rahner aus dem Beitrag „Der Christ und seine ungläubigen Verwandten" und stellte am Ende fest: „Es führen nicht nur viele Wege nach Rom, sondern auch zu dem, den die Magier aus dem Osten gefunden" haben.

Besonders schön war das Solo von Gerhard Justwan mit dem Titel „Drei Könige wandern aus dem Morgenland".

Im Johannes-Saal empfing die Ordensleitung mit Generaloberin Schwester M. Jakobe Schmid, Generalvikarin Schwester Melanie Gollwitzer, Generalrätin Schwester M. Rebecca Deiminger und Superior Gottfried Dachauer samt Hausoberin Schwester M. Josefine Ebnet die politischen Mandatsträger der Region sowie die Sachgebietsleiter der Marktverwaltung.

Das Land braucht Beständigkeit.

Superior Dachauer ging in seiner Begrüßungsrede kurz auf einige markante Maßnahmen bzw. Ereignisse im abgelaufenen Jahr ein. Humorvoll sagte er: „Aus dem Konrad-Saal wurde der Konrad-Parkplatz und zudem haben wir hunderte von Rauchmeldern installiert". Außerdem gab es das Jubiläum „111 Jahre St. Maria". Auf die große Politik eingehend meinte Superior Dachauer: „Es ist mir nicht mehr klar, was manche Menschen für eine Grundeinstellung haben". Unser Land bräuchte aber Klarheit und Beständigkeit. Zurückkommend auf die kommunale Ebene freute sich der Superior, dass Markt und Kloster über Parteigrenzen hinweg so gut zusammen arbeiten. Die Schwestern in Mallersdorf haben auch 2017 wieder außerordentliches geleistet, betonte Gottfried Dachauer, der seine Rede mit den Worten schloss: „Ich könnte den Hut ziehen vor jeder Schwester für deren Lebensleistung".

Orden für Schwester Sola.

Erster Bürgermeister Karl Wellenhofer zitierte einen früheren Marktgemeinderat mit den Worten: „Der Empfang im Kloster ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes". Er erinnerte daran, dass 2017 das 60-jährige Jubiläum der Nardini Convent Schule in Vryheid in Südafrika gefeierte werden konnte. Außerdem erhielt mit Schwester M. Sola Schaumann den seltenen Päpstlichen Orden „Pro ecclesia et Pontifice", die höchste Auszeichnung die es für Ordensleute und Laien weltweit gibt. Der Bürgermeister freute sich zudem über die Ewige Profess von Schwester M. Johanna Franziska Friedl, der neuen Leiterin des Kindergartens „Zum Schutzengel". Karl Wellenhofer erinnerte aber auch an den Tod der verdienstvollen Schwester M. Radegrund, der früheren Schulleiterin , die viel historisches für das Kloster erarbeitet hat und die maßgeblich mit beteiligt war, dass Ordensgründer Paul Josef Nardini selig gesprochen wurde.

Bei vielen persönlichen Gesprächen mit den Schwestern und einem kleinen Büfett klang dieser Empfang aus.

Superior Gottfried Dachauer und Generaloberin Schwester M. Jakobe Schmid zusammen mit Bürgermeister Wellenhofer beim Empfang der Ordensleitung.

Ein Teil der Gäste beim Empfang im Kloster