Auch mit 80 noch engagiert

Altbürgermeister Norbert Bauer feiert am heutigen Dienstag seinen Geburtstag

Altbürgermeister Norbert Bauer feiert seinen 80. Geburtstag. Man mag es kaum glauben, denn noch immer sieht man ihn dynamischen Schrittes unterwegs und im Sommer mit dem Fahrrad auf ausgedehnten Touren.

Norbert Bauer wurde am 24. Januar 1937 in Mallersdorf geboren. Er wuchs hier mit einem Bruder und einer jüngeren Schwester auf und besuchte in Pfaffenberg die Volksschule. Viel zu früh verlor er seinen Vater Josef im Zweiten Weltkrieg. Nach der Berufsschule erwarb er die Fachschulreife und machte eine Ausbildung zum Techniker und Industriemeister.

Schon in jungen Jahren macht der junge Norbert mit ehrenamtlichem Engagement auf sich aufmerksam. Von 1957 bis 1964 war er als Senior der Kolpingsfamilie Pfaffenberg der maßgebliche Mann und unter ihm blühte die Kolpingsfamilie auf. 1961 war er Gründungsmitglied der Jungen Union im ehemaligen Landkreis Mallersdorf. Von 1962 bis 1965 oblag ihm das Amt eines Kreisjugendringvorsitzenden im Landkreis Mallersdorf. Viele Initiativen gingen auf ihn zurück und auch auf kirchlicher Ebene stellte er sein Wissen zur Verfügung. Von 1966 bis 1978 führte er den Pfarrgemeinderat von Sankt Peter als dessen Vorsitzender. Er wollte sich zudem kommunalpolitisch einbringen und schloss sich 1971 der CSU an.

Auf Anhieb wurde er 1972 nach der Gebietsreform in den Marktgemeinderat Mallersdorf-Pfaffenberg gewählt. An die erste Sitzung auf den ausrangierten Schulbänken im Rathaus erinnert er sich gut. Sein Wissen über die Gemeindepolitik und das Pfaffenberg von früher ist verblüffend. Beruflich war Bauer als Industriemeister ein Mann der „ersten Stunde" bei der im Aufbau befindlichen Firma Roederstein, welche 1960 in Pfaffenberg ein Zweigwerk eröffnete.

Privat fand Bauer sein Glück mit Ingrid Lanzl aus Hemau, welche er am 30. Juli 1965 an den Traualtar führte. Das junge Paar wohnte zunächst in der Flurstraße. Die Söhne Josef und Jürgen, welche 1968 und 1970 auf die Welt kamen, vervollständigten das Familienglück und 1973 bezog man das neue Eigenheim in der Straubinger Straße. Den riesigen Garten machte er zu einer wunderbaren Oase gärtnerischer Vielfalt. 1973 wurde die Arbeitsgemeinschaft Naherholung Mittleres Labertal gegründet und wie selbstverständlich war Norbert Bauer auch dort Gründungsmitglied. In der Kirchenverwaltung Pfaffenberg war er von 1987 bis 2000 wegen seines Verantwortungsbewusstseins und seiner vielen Kontakte ein geschätztes Mitglied.

Politisch erklomm Bauer nach und nach die Erfolgsleiter. Bei allen Kommunalwahlen erzielte er beste Stimmenergebnisse. Für die Legislaturperiode 1990 bis 1996 wählte ihn der Marktgemeinderat zum 2. Bürgermeister. Der Höhepunkt seines beruflichen und ehrenamtlichen Wirkens war die Wahl zum Bürgermeister von Mallersdorf-Pfaffenberg 1996. Bis 2002 stand er an der Spitze der Großgemeinde und in dieser Zeit wurden richtungsweisende Objekte auf dem Gebiet der Infrastruktur realisiert und auch zwei Baugebiete erschlossen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Gemeindeparlament wurde er zum Altbürgermeister ernannt.

Schon immer ist der bekennende Fan des 1. FC Nürnberg ein Freund des Sports und dem TSV Pfaffenberg verbunden. Dem TSV diente er von 1992 bis 1995 als 2. Vorsitzender und von 1995 bis 2007 als Vorsitzender. In dieser Zeit schrieb er unter Mithilfe von Franz Gabriel die TSV-Chronik, welche wohl Seltenheitswert hat. Viel Freizeit opferte er beim Bau des Sportzentrums und daher bekam er vom BLSV 1984 eine besondere Ehrung. In den 70er- und 80er-Jahren war er zudem Schriftführer und stellvertretender Abteilungsleiter bei den TSV-Fußballern.

Im Ruhestand legt Bauer die Hände nicht in den Schoß. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Senioren-Union Straubing-Bogen und auch Beirat der ArGe Naherholung sowie in der Sportgruppe „Ü50" aktiv. Zu seinem 60. Geburtstag erhielt er von der Belegschaft der Marktgemeinde einen schönen Wandteller mit dem Marktwappen und dem John-F.-Kennedy-Spruch „Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern frag, was du für dein Land tun kannst". Altbürgermeister Norbert Bauer hat dies in vielen Ämtern vorgelebt, freiwillig, voller Ideale und getragen von einem humanen Ethos. Sein bürgerschaftliches Engagement war vorbildlich und so werden ihn an seinem heutigen Tage viele Glückwünsche erreichen.