Tafel in neuen Räumen

Seit sechs Jahren gibt es in Mallersdorf-Pfaffenberg bereits die Tafel, deren Trägerschaft dem Malteser Hilfsdienst obliegt. Vor Kurzem ist die Einrichtung in neue Räume in der Bergstraße umgezogen, die in einer kleinen Feierstunde im Beisein der Ehrenamtlichen und von Ehrengästen am Freitag eingeweiht wurden.Wir leben zwar in einer Wohlstandsgesellschaft, trotzdem geht es vielen Menschen nicht nur in den Städten, sondern auch in ländlichen Gegenden nicht so gut. Eine Möglichkeit der Hilfe für diese Menschen bieten die Tafeln. Diese Einrichtungen basieren auf dem Gedanken, Waren, die meist kurz vor Ablauf der Haltbarkeitsdauer von Firmen gespendet werden, an bedürftige Mitbürger zu verteilen.

Lebensmittel, nicht Müll

Positiv daran ist auch, dass große Mengen an Lebensmitteln, die sonst im Müll gelandet wären, so noch eine sinnvolle Verwendung finden. Nachdem in Mallersdorf-Pfaffenberg ursprünglich eine Tafel auf privater Basis betrieben wurde, hat sich später der Arbeitskreis Soziales und Integration unter Federführung des Vorsitzenden Dr. Michael Röder der Einrichtung angenommen und als Träger dem Malteser Hilfsdienst übergeben. Der Zuspruch hat immer mehr zugenommen, und heute ist die Tafel für viele nicht so gut situierte Mitbürger eine hilfreiche Einrichtung geworden.

Dr. Michael Röder richtete seinen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die Spender für viele nützliche Dinge, mit denen die neuen Räume ansprechend gestaltet werden konnten, und die Vermieter, die Eheleute Kick. Als hilfreich bezeichnete Dr. Röder die Unterstützung durch die Gemeinde und die Mitarbeiter des Bauhofes, die bei den Einräumarbeiten mit angepackt hatten.

Wertvolle Hilfe komme auch von Walter Barth von der Gemeinde, der sich um die Tafelausweise kümmere, von denen zurzeit einhundert genutzt würden, sagte der Arbeitskreisvorsitzende. Er könne sich auf die Hilfe vieler engagierter Ehrenamtlicher verlassen, und es laufe „ganz rund" in der Tafel, so die zufriedene Feststellung. Den Umzug bezeichnete Dr. Röder als reibungslos dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten. Als neue Herausforderung sah er die Asylbewerber: Man werde sich auch dieser stellen, versicherte Dr. Röder.

Vier Tafeln derzeit

Franz Liebl, der Bezirksgeschäftsführer des Malteser Hilfsdienstes, versicherte, es seien viele Hände im Einsatz, um diese Aufgaben zu bewältigen. Vier Tafeln unterhalte der Hilfsdienst zurzeit, und es sei festzustellen, die Bedürftigen würden nicht weniger. Man könne deren Probleme nicht lösen, aber man unterstütze und man lindere die Not, sagte Liebl.

Bürgermeister Karl Wellenhofer hielt die Tafel für notwendig in Mallersdorf-Pfaffenberg – wie deren sechsjährige Erfolgsgeschichte bestätige. Der Arbeitskreis Soziales und Integration habe diese gute Idee umgesetzt, dafür gelte es allen Beteiligten zu danken. Hier werde gute Arbeit geleistet für Menschen, die Hilfe bräuchten, sagte der Bürgermeister und überreichte eine willkommene Spende an die Tafel. Die beiden Geistlichen Pfarrer Patrice Banza Kabwende und Pfarrer Gemkow waren gekommen, um den Segen Gottes für die neuen Räume zu erbitten. Als Christ sei man von der Liebe Gottes getragen, und das bedeute, den anderen zu helfen, nach diesen Worten sprachen die beiden Geistlichen Gebete für die Menschen und die neuen Räume und segneten sie.

Für die Tafel werden noch Fahrer für montags und mittwochs zur Aushilfe gesucht. Wer sich zur Verfügung stellen will, kann sich melden bei Renate Speiseder unter Telefon 0151/58723924.

Kleiderstadl

Zur Tafel gehört auch der "Kleiderstadl", den Stefanie Fichtner betreut. Hier werden gerne Spenden angenommen an Kleidern und Gebrauchsgegenständen, die unter Telefon 09451/942997 gemeldet werden können. Die Abgabe kann jeweils Mittwoch von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr in Pfaffenberg in der Bergstraße 6 erfolgen.