Bauamtsleiter Alois Lederer in den Ruhestand verabschiedet

Bürgermeister Wellenhofer (rechts) und Personalratsvorsitzender Barth (links) verabschieden Alois Lederer

Bauamtsleiter Alois Lederer in den Ruhestand verabschiedet
44-jährige Tätigkeit beim Markt – Dank und Anerkennung aus dem Kollegenkreis

Nach fast 44-jähriger Tätigkeit bei der Marktgemeinde und beinahe 49 Jahren im öffentlichen Dienst ging Bauamtsleiter Alois Lederer zum 1. Mai in den wohlverdienten Ruhestand. Zur offiziellen Abschiedsfeier kamen nicht nur die Kolleginnen und Kollegen, sondern auch ehemalige Kollegen, die Marktgemeinderäte und Ortssprecher samt Bürgermeister, verschiedene Vertreter von Behörden und Verbänden und als Ehrengäste Altbürgermeister Norbert Bauer, Altlandrat Ingo Weiß sowie Generaloberin Sr. Jakobe Schmidt vom Kloster Mallersdorf.


Am 1. Oktober 1975 nach der Bundeswehr und nach der Tätigkeit in der Bayerischen Finanzverwaltung in Mallersdorf und Freising trat Alois Lederer seinen Dienst beim Markt Mallersdorf-Pfaffenberg an. Damals  gab es im Rathaus noch kein eigenes Bauamt. Ein solches wurde erst 1976 eingeführt durch den damaligen Bürgermeisterstellvertreter Josef Fahrner. Alois Lederer erinnerte bei seinen Abschiedsworten an die Technik und die Büroausstattung Mitte der 70er Jahre welche mit den Jahren immer moderner wurde und blickte zurück auf die fast 44-jährige Tätigkeit bei der Marktverwaltung. In seinem Job war nicht nur Schreibtischarbeit angesagt, sondern auch viele Ortstermine, bei denen man mit den Bürgerinnen und Bürgern ebenso ins Gespräch kam, wie mit Bauleitern, Ingenieuren und Vertretern anderer Behörden. Er erinnerte beispielsweise an die Ansiedlung der Firma Kautex, an den Freibadbau und an die Einweihung des Haus der Generationen. Ein besonderer Glücksmoment war auch der Tag, an dem er 2009 das erste Exemplar des Heimatbuches in Händen hielt, das er zusammen mit Schwester Radegund zum 900-jährigen Jubiläum des Kloster Mallersdorf verfasst hat. Zurückblicken konnte Alois Lederer auch auf zahlreiche Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Politik und Sport, die es für ihn nicht gegeben hätte, wenn er eine andere berufliche Laufbahn eingeschlagen hätte. Als besondere Herzensmomente bezeichnete er die alljährlichen Neujahrsempfänge im Kloster, wo von den Schwestern stets eine überaus herzliche Gastfreundschaft zuteil wurde. In die Rathaus-Arbeit habe er viel Lebensenergie reingesteckt und diese Arbeit habe seinem Leben auch Inhalt und Sinnerfüllung gegeben, so Lederer.

„Ich blicke am Ende mit Dankbarkeit auf ein fantastisches Berufsleben zurück" sagte Alois Lederer zum Abschied und bedankte sich bei Erstem Bürgermeister Wellenhofer, bei den Bürgermeisterstellvertretern Dr. Johann Kirchinger und Martin Kreutz und dem gesamten Marktgemeinderat samt Ortssprechern für die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein Dank galt auch Altbürgermeister Norbert Bauer sowie dem Kloster Mallersdorf, vertreten durch Generaloberin Schwester Jakobe zusammen mit Schwester Ruth und allen Vertretern der Behörden für eine immer harmonische Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank galt den Kolleginnen und Kollegen und dem Personalratsvorsitzenden sowie ganz besonders seiner Familie, die wegen Abendterminen und Sitzungen oft auf ihn verzichten musste.

Erster Bürgermeister Wellenhofer ergänzte, dass in den vergangenen mehr als 43 Jahren grob gerechnet 1000 Sitzungen des Marktrates und des Bauausschusses zusammen gekommen sind und zusammen mit Sondersitzungen, Bürgerversammlungen und anderen Besprechungen rund 1300 Abendtermine geleistet wurden. Das Bauamt wurde durch Alois Lederer aufgebaut und mit Leben gefüllt und dieses besondere Engagement, auch über das Bauamt hinaus, die Loyalität sowie die Zuverlässigkeit sind keine Selbstverständlichkeit. Viele Projekte, so Bürgermeister Wellenhofer, werden mit dem Namen Alois Lederer verbunden bleiben. Die Heimat Mallersdorf-Pfaffenberg stand und steht für Alois Lederer immer im Vordergrund und mit dem Hobby des Zeitungsschreibens hat er nicht nur die Informationspflicht für die Gemeinde übernommen, sondern viele Berichte veröffentlicht, über das was im Ort passiert und was die Menschen interessiert. Das Marktoberhaupt bedankte sich für alle Verdienste in der Marktgemeinde, im Personalrat, bei den Betriebsausflügen, für die Öffentlichkeitsarbeit und bei den Rathaus-Kickern und wünschte im Namen aller Anwesenden alles gute, viel Zeit für die Hobbys und vor allem beste Gesundheit.

Personalratsvorsitzender Walter Barth ergänzte die Ausführungen noch und hob das große Engagement von Alois Lederer besonders hervor. Er ging auf die mehr als 30-jährige Arbeit als Vorsitzender im Personalrat ein und würdigte den jahrelangen Einsatz für das Personal. Viele Regelungen sind in dieser Zeit zum Wohle der Belegschaft getroffen worden. Unter der Regie von Alois Lederer wurden auch die Rathaus-Kicker gegründet, bei denen er viele Jahre als Kapitän und Organisator an der Spitze stand. Walter Barth sprach über das Verhältnis zu Alois Lederer nicht nur als Kollege sondern als guter Freund. Ein besonderes Schmankerl war zum Abschluss eine von Walter Barth zusammengestellte Video-Show mit vielen Fotos über die Jahre von Alois Lederer in der Marktgemeinde. Mit musikalischer Umrahmung sagten auf diese Weise auch viele ehemalige Kollegen und Weggefährten in Bildform Servus. Zur Erinnerung überreichte der Sprecher im Namen der gesamten Belegschaft unter anderem eine von Bauhofmitgliedern und Personalrats-Kollegen selbst angefertigte Gämse für den Garten, über die sich der Bergfreund sehr freute. Elisabeth Keck überraschte Kollegen Lederer mit seinem Lieblingslied „Böhmischer Wind", gespielt auf dem Akkordeon.

Zweiter Bürgermeister Dr. Johann Kirchinger schloss sich den Dankesworten an. Er lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit und die immer gute Vorbereitung der vielen Sitzungspunkte. Er sagte, dass man von Alois Lederer immer eine kompetente und fachkundige Auskunft bekommen habe. Nicht nur in der Marktverwaltung intern, sondern auch in der Bürgerschaft wird man den Verwaltungsamtsrat daher vermissen. Im Namen aller Marktgemeinderats-Mitglieder übergab er dem Ausscheidenden einen Gutschein.