Allgemeine Informationen

Bereits seit Dezember 2012 sind in Mallersdorf-Pfaffenberg viele Asylbewerber untergebracht - aktuell in zwei staatlichen Gemeinschaftsunterkünften, einmal in der Marktstraße 36 und zum anderen in Pfaffenberg im Marktplatz 3. Die Unterkunft in der Marktstraße 40 wurde inzwischen geräumt und steht wieder zur Vermietung zur Verfügung. Viele Asylbewerber sind Flüchtlinge aus Syrien, die anderen kommen überwiegend aus Afrika und Afghanistan. Die Zahl der Asylbewerber liegt aktuell bei etwa 170 Personen in beiden Häusern. Hinzu kommen seit August 2015 unbegleitete minderjährige Asylbewerber, die im dritten und vierten Stock des Personalwohnheimes neben der Kreisklinik untergebracht sind (aktuell ca. 35 Personen). Weiterhin wohnen im Marktgebiet bereits 25 anerkannte Asylbewerber und nachgezogene Familienangehörige.

 

Viele öffentliche Stellen, private Personen oder der Arbeitskreis "Soziales und Integration" kümmern sich um die Integration dieser Personen in unserem Markt. Vor allem durch den ehrenamtlichen Einsatz mehrerer Bürgerinnen und Bürger wurden dankenswerterweise schon viele Kontakte zur Bevölkerung, zu einzelnen Vereinen oder zur Kirche hergestellt.

 

Im Rathaus finden regelmäßig Treffen im Rahmen eines "Runden Tisches" statt, bei dem sich alle Beteiligten wie zum Beispiel die Vertreter der Regierung von Niederbayern, des Landratsamtes, der Marktverwaltung, der Caritas, des Arbeitskreises Soziales und Integration und Privatpersonen austauschen und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Lage sowie der Betreuung der Asylbewerber absprechen und Maßnahmen beschließen.

 

Freiwillige, die sich in irgendeiner Form gerne ehrenamtlich einbringen möchten, können sich bei der Sozialberaterin, beim Arbeitskreis "Soziales und Integration", dem Heimleiter oder im Rathaus gerne melden.

 

Eine häufig gestellte Frage ist das Thema "Arbeiten durch Asylbewerber". Hierzu haben wir folgende offiziellle Auskunft erhalten: Die Asylbewerber unterliegen am Anfang ihres Aufenthalts in Deutschland einem strikten Arbeitsverbot. Selbst wenn sie später eine Arbeitserlaubnis bekommen, gelten für sie spezielle Regelungen und Einschränkungen, so dass die Wenigsten eine Arbeit aufnehmen können.

Beratung

Auf Antrag des Marktes hat der Caritasverband Straubing-Bogen für die Asyl- und Flüchtlingsberatung in Mallersdorf-Pfaffenberg die Sozialpädagogin Eva Danner eingestellt. Ihr Büro in der Marktstraße 5, in dem auch das Standesamt untergebracht ist, stellt der Markt kostenlos zur Verfügung. Dort berät sie die Asylbewerber und bietet Unterstützung beim laufenden Asylverfahren, beim Ausfüllen von Formularen oder Verfassen von Schreiben an Behörden, bei Fragen zum Ausländer- und Sozialrecht (Vermittlung an Rechtsanwälte), bei Fragen zu Partnerschaft und Erziehung, bei Kindergarten- und Schulanmeldung, bei gesundheitlichen oder persönlichen Anliegen (Folteropfer, Traumatisierung), bei Fragen zur Weiterwanderung oder Rückkehr in die Heimat, usw.

Die Beratung erfolgt ohne Termin. Sie ist freiwillig, kostenlos und erfolgt unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion und politischer Anschauung.

 

Die Beratungszeiten:

 

Montags:        08.00 Uhr bis 11.30 Uhr und 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Dienstags:      14.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Mittwochs:      geschlossen (Bürotag - keine Beratung!)
Donnerstags:  08.00 Uhr bis 11.30 Uhr und 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Freitags:         geschlossen

 

Caritas Asyl- und Flüchtlingsberatung
Frau Eva Danner
Marktstraße 5 - im Standesamt
84066 Mallersdorf-Pfaffenberg
Tel. 0 87 72 / 8 05 16 13

E-Mail: eva.danner@caritas-sr-bog.de

Caritas Asyl- und Flüchtlingsberatung

Dieser Dienst wird gefördert aus Mitteln von:

Weiterer Deutschkurs im HDG

Zusätzliches Angebot zur Integration von Flüchtlingen

Bis auf den letzten Platz gefüllt war der Raum der Volkshochschule im Haus der Generationen am Donnerstag Nachmittag, als Bürgermeister Karl Wellenhofer dem Deutschkurs für Asylbewerber einen Besuch abstattete. Zusammen mit der Leiterin der vhs-Bildungsregion Labertal, Frau Ursula Frank, überzeugte er sich von der Qualität des Kurses, den Franziska Zemann-Fischaleck im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit mit großem Engagement leitet. Die VHS hat von der Agentur für Arbeit den Auftrag für den ganzen Landkreis übernommen und organisiert diese Deutschkurse in sechs Kommunen.

Seit bereits drei Wochen kommen Montags, Mittwochs und Freitags mehr als 20 Flüchtlinge ins Haus der Generationen um Deutsch zu lernen, damit sie sich hier besser zurecht finden und schneller einleben. Sie sind mit großem Ehrgeiz dabei und zeigen bereits beeindruckende Fortschritte. Bürgermeister Wellenhofer zeigte sich erfreut über die Bereitschaft der Flüchtlinge  unsere Sprache zu erlernen und wünschte Ihnen auch für die Zukunft viel Erfolg dabei. Gleichzeitig bedankte er sich bei Frau Zemann-Fischaleck für ihre Bereitschaft den Kurs zu leiten und so einen überaus wichtigen Anteil für eine gelungene Integration zu leisten. Auch Frau Frank von der VHS sprach er seinen Dank aus für ihre Bereitschaft diese Kurse zu organisieren.

Neben diesem Angebot besteht seit über zwei Jahren der Deutschkurs von Josef Stadler – immer vormittags im HDG und der Deutschunterricht von mehreren ehrenamtlichen Frauen und Männern sowie Schwestern des Klosters mit jungen Flüchtlingen und Kindern.

Angebote für Asylbewerber

Deutschkurse

Den Asylbewerbern und Flüchtlingen werden verschiedene Deutschkurse angeboten, die es ihnen erleichtern sollen, sich in ihrer neuen Ungebung und in Mallersdorf-Pfaffenberg zurecht zu finden. Viele Ehrenamtliche, darunter auch pensionierte Lehrkräfte sind hier mit großer Motivation im Einsatz.

In den Räumen der Mittelschule, des Burkhart-Gymnasiums oder des HDG lernen die Asylbewerber unterschiedlicher Herkunft Deutsch. Diese Kurse finden schon seit 2013 durchgängig statt und sind von Anfang an gut angenommen worden.

 

Deutsch- und Orientierungskurs im HDG

Seit Mitte September wird dieser staatlich geförderte Kurs vom BfZ (Berufliches Fortbildungszentrum der Bay. Wirtschaft) organisiert und findet Montags bis Freitags vormittags im VHS-Raum des HDG statt. Meistens sind zwischen 20 und 30 Personen anwesend. Die Leitung liegt bei Herrn Wegg aus Deggendorf.

 

Deutschkurs für Kinder

Sr. Natalie und Sr. Chiara vom Kloster Mallersdorf geben Deutschunterricht ganz allgemein für Kinder mit Migrationshintergrund. Der Unterricht findet im Rahmen der Mittagsbetreuung in der Grundschule St. Martin immer Montags und Dienstags Nachmittags statt. So wird gerade den Jüngsten geholfen, sich hier zurecht zu finden und möglichst schnell neue Freunde zu finden.

 

Schule und Kindergarten

Sowohl im Kindergarten in Mallersdorf als auch in der Grund- und Mittelschule sind derzeit schon einzelne Kinder untergebracht und werden von den Erzieherinnen und Lehrkräften bestens betreut.

 

Vereine und Pfarrgemeinden

Einige Asylbewerber sind bereits in einzelnen Vereinen aktiv und spielen zum Beispiel Fußball. Auch von den Pfarreien wurden sie schon zu verschiedenen Festen eingeladen.

Jobbörse für Asylbewerber

Unternehmer im Gespräch mit arbeitssuchenden Asylbewerbern

Mit einer so großen Resonanz hatte niemand der Verantwortlichen am Donnerstagabend bei der ersten Jobbörse für Asylbewerber gerechnet. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg fanden den Weg ins Klosterbräustüberl, um sich über Möglichkeiten, Asylbewerber in ihren Betrieben zu beschäftigen, zu informieren.

Bürgermeister Karl Wellenhofer freute sich über das große Interesse und bedankte sich bei den Initiatoren , den beiden Kolpingfamilien aus Mallersdorf und Pfaffenberg  und Eva Danner von der Asyl- und Flüchtlingsberatung der Caritas für die Unterstützung der Flüchtlinge bei der Suche nach Arbeit in den einheimischen Gewerbebetrieben.

Anschließend übernahm der Vorsitzende der Kolpingfamilie Mallersdorf Thomas Beer die Moderation und begrüßte mit Herrn Baumann von der Ausländerbehörde des Landratsamts sowie Frau Olanczik und Herrn Zwickenpflug von der Agentur für Arbeit kompetente Gäste. Baumann informierte die Unternehmer über die Rahmenbedingungen zur Beschäftigung von Asylbewerbern. So haben diese in den ersten drei Monaten absolutes Beschäftigungsverbot, danach könnten sie mit Zustimmung der Arbeitsagentur und nach der Gestattung durch das Landratsamt eine Arbeit aufnehmen. Bevor ein Asylbewerber beschäftigt werden könne, müsse eine Prüfung der Arbeitsbedingungen im Betrieb durchgeführt werden.

Frau Olanczik wies darauf hin, dass zwar vorrangig deutsche Kräfte bei der Einstellung neuer Mitarbeiter berücksichtigt werden müssten, doch da bei handwerklichen Berufen und im Sozialbereich großer Mangel an Arbeitskräften bestehe, dies in der Regel kein Problem darstelle. Der gesetzliche Mindestlohn von 8.50 Euro gelte auch für Asylbewerber, so Frau Olanzcik.

Die Asyl-und Flüchtlingsberaterin Eva Danner betonte, dass es Ziel sei, Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit Arbeitszugang dabei zu unterstützen, in Deutschland eine auf Dauer angelegte Arbeit zu finden und sich damit die Chance für eine sichere Aufenthaltsperspektive zu verbessern.

Nach den detaillierten Informationen für die Unternehmer konnte Thomas Beer rund 40 Asylbewerber im Saal begrüßen. Rasch wurden Kontakte geknüpft und Namen ausgetauscht. Ehrenamtliche Helfer fungierten als Übersetzer und halfen den Arbeitsuchenden bei der Auswahl der Betriebe.

Am Ende bedankte sich der Kolpingvorsitzende bei Bürgermeister Karl Wellenhofer und den Mitarbeitern der Marktverwaltung für die tatkräftige Unterstützung und wies darauf hin, dass die Gemeinde  1-Euro- Jobs für gemeinnützige Aufgaben anbieten wird.

Für weitere Informationen steht Frau Danner von der Caritas zur Verfügung.

Kontaktadresse: Eva Danner, Asyl-und Flüchtlingsberaterin der Caritas Straubing-Bogen; Marktstr. 5, Mallersdorf-Pfaffenberg. Tel. 08772/8051613; eva.danner@caritas-sr-bog.de