
Der bundesweite Vorlesetag war am Freitag auch großes Thema in der St. Martin-Schule. Rektorin Ulla Ludewig begrüßte dazu Kinder und Vorleser in der Aula. Sie lobte das Engagement und bedankte sich besonders bei den Mittelschülern für ihren Einsatz, mit dem sie Vorbildfunktion zeigten für die Jüngsten der Schulfamilie. Auch über die Teilnahme einiger Mütter war die Rektorin erfreut, seien sie doch die ersten Vorleserinnen im Leben ihrer Kinder. Bürgermeister Christian Dobmeier ließ sich nicht lange bitten, als Vorleser einsatzbereit zu sein. Er nahm sich gern Zeit für die Kinder und hatte ganz aufmerksame Zuhörer in seiner Funktion als „Märchenonkel“. Den Vorlesetag sah die Rektorin als Gelegenheit, Geschichten lebendig werden zu lassen, Kinder zum Staunen oder Lachen zu bringen und vielleicht auch wieder selbst ein bißchen Kind zu sein. Sie wünschte den 1. Klassen ganz viel Spaß und ermunterte, die Fantasie fliegen zu lassen und die Vorlesezeit zu genießen an diesem etwas anderen Unterrichtstag.
Organisiert hatten den Vorlesetag Frau Binner und Frau Schott, die dann die Einteilung der Erstkläßler in kleine Gruppen vornahmen. Diese zogen sich zurück in gemütliche Leseecken, um aufmerksam den Geschichten und Abenteuern aus den Büchern zu lauschen. Ein lustiges Buch hatte der Bürgermeister dabei, er hat die Geschichte vorgelesen vom Prinzen, der unterwegs pipi mußte und das klappte nicht immer. Einmal sucht er einen Baum, an dem stehen schon alle Tiere des Waldes Schlange, das dauert zu lange und er versucht es hinter dem Turm. Hier meint die Prinzessin von oben herunter, der Prinz wolle sie retten und der Geplagte verzieht sich schnell wieder: ich komme später vorbei. An der Burg wartet der Drache und speit Feuer, das die Burg anzündet. Der Prinz mußte nun schon schrecklich notwendig pipi machen und konnte so das Feuer löschen – puh, was für ein glückliches Ende.
Der Vorlesetag, bei dem die St. Martin-Schule nun schon viele Jahre mitmacht, ist jeweils am dritten Freitag im November. Er ist das größte Vorlesefest Deutschlands und eine Initiative von Die Zeit, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn. Diese wollen so ein öffentlichkeitswirksames Zeichen setzen für das Lesen und einen Beitrag leisten für mehr Lesefreude und bessere Lesekompetenz. Es ist ein Tag, an dem die Vorleser ihren Zuhörern Geschichten schenken können. Vor allem auch für junge Menschen gilt es, die Lesefreude zu fördern. Es ist längst erwiesen: Vorlesen hat direkten Einfluß auf die Entwicklung der Kinder, die dadurch auch leichter Sprachkompetenzen entwickeln und öfter selbst zum Buch greifen.
(Text und Foto: ak)