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ILE - In­te­grier­te länd­li­che Ent­wick­lung

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Am 12. Februar 2014 trafen sich die Vertreter der Gemeinden Aholfing, Atting, Geiselhöring, Laberweinting, Mallersdorf-Pfaffenberg, Perkam und Rain in Geiselhöring, um den Zusammenschluss zur ILE Laber zu beschließen (ILE = Integrierte Ländliche Entwicklung). Hierbei handelt es sich um eine Arbeitsgemeinschaft, die dem Zweck dient, die Fähigkeiten und Ressourcen der einzelnen Gemeinden zu bündeln, um künftig effizienter arbeiten zu können. Konkret bedeutet dies, dass zum Beispiel Ausschreibungen und Beschaffungen gemeinsam getätigt werden oder teure Geräte gemeinsam beschafft und genutzt werden. Auch ist es möglich, einzelne Aufgabenbereiche der Kommunen durch eine Mitgliedsgemeinde zentral betreuen zu lassen.

Schon bisher hat die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedskommunen bestens funktioniert und es gibt bereits Beispiele für eine funktionierende Zusammenarbeit: der gemeinsam finanzierte Verkehrsgarten in Geiselhöring und das Geschwindigkeitsmessgerät, das vor einiger Zeit vom Markt Mallersdorf-Pfaffenberg und der Gemeinde Laberweinting gemeinsam angeschafft wurde oder an erster Stelle der Mittelschulverbund.

Wichtig ist dabei, dass es sich um einen losen Zusammenschluss der Kommunen in der rechtlichen Form einer Arbeitsgemeinschaft handelt. Jede Gemeinde bleibt vollkommen selbständig und kann im Einzelfall frei entscheiden, ob sie sich an einem Projekt beteiligt oder lieber einen eigenen Weg geht.

 

Hier finden Sie die Homepage der ILE Laber

Mit­glieds­ge­mein­den


ILE Laber be­schäf­tig­te sich u. a. mit „Woh­nen im Alter in der Kom­mu­ne"

ILE-Sitzung am 19.02.2020 - ILE-App ein Thema -  Vorstellung der Seniorenfachstelle –

Zur 22. Sitzung traf sich die Kommunale Arbeitsgemeinschaft ILE Laber vor wenigen Tagen im Sitzungssaal des Rathauses in Mallersdorf-Pfaffenberg.  Ein Themenschwerpunkt war das immer aktueller werdende Thema „Wohnen im Alter".

Die Tagung stand unter der Leitung des ILE-Vorsitzenden, 1. Bürgermeister Herbert Lichtinger von der Stadt Geiselhöring. Zunächst stellte 1. Bürgermeister Karl Wellenhofer in kurzen Worten den Markt vor und das nächste Großprojekt, nämlich den Rathausbau. Er persönlich wird nur mehr den ersten Spatenstich vollziehen, einziehen in das neue Verwaltungsgebäude wird dann sein Nachfolger. Zudem kam er auf die Kinderzahlen für Laberweinting und Mallersdorf-Pfaffenberg zu sprechen, welche er von Sachbearbeiterin Gietl vom Landratsamt erhielt. Wegen des geplanten Rechtsanspruchs auf Vormittagsgruppen und ab 2025 auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule, wird der Ausbau der Kindergärten und Kinderkrippen künftig ein großes Thema sein. Zudem berichtete Wellenhofer, dass ab 2020 an der hiesigen Fachakademie eine neue Ausbildung „Fachkraft für Grundschulkindbetreuung" angeboten wird. Bei dieser Ausbildung, die in der gesamten Umgebung nirgends möglich ist, muss ein Jahr in der Schule und ein Jahr Praktikum absolviert werden.

Einen Schwerpunkt bildete der Power-Point-Vortrag von Anja Preuß von der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung und der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter". Sie gab einen recht anschaulichen Überblick zum Thema „Wohnen im Alter in der Kommune". Zunächst zeigte sich die  demografische Entwicklung bis in das Jahr 2038 in Niederbayern auf . Bei der Kommunalen Seniorenpolitik in Bayern gibt es verschiedene Handlungsfelder. Diese reichen von der integrierten Orts- und Entwicklungsplanung bis hin zur gesellschaftlichen Teilhabe und „Wohnen zu Hause". Anja Preuß betonte, dass anhand von Studien feststeht, dass „Alltag im Alter" bedeutet vor allem „Wohnalltag". Ältere verbringen deutlich mehr Zeit in ihrer Wohnung. Eine Lebenszufriedenheit im Alter korreliert stark mit der Zufriedenheit mit der eigenen Wohnsituation. Genau diese Wohnsituation zeigte die Referentin mit einzelnen Grafiken auf . Interessant waren auch die Antworten diverser Senioren hinsichtlich der Anforderungen für andere Wohnformen.

Verschiedene Wohnformen.

Sogenannte neue Wohnformen gibt es als betreute Wohnanlagen, als gemeinschaftsorientierte Wohnprojekte, ambulant betreute Wohngemeinschaften usw. Auch eine Wohnungsanpassung wurde von Anja Preuß ins Gespräch gebracht. Diese hat das Ziel, Veränderungen in der Wohnung so vorzunehmen, dass die Selbständigkeit und Autonomie solange wie möglich erhalten bleiben. Interessant waren auch die Befragungsergebnisse, auf welche Hindernisse die Senioren treffen, wenn sie in ihrer Gemeinde unterwegs sind. Das ging von fehlenden öffentlichen Toiletten bis zu nicht abgesenkten Bordsteinen.

Auch auf die Nachbarschaftshilfen ging die Rednerin ein und zeigte mögliche Unterstützungen auf. Andernorts gibt es sogar sogenannten Seniorengenossenschaften. Deren Mitglieder erbringen praktisch Leistungen für Mitglieder nach dem Prinzip von Solidarität und Selbsthilfe.  Schöne Beispiele von Nachbarschaftshilfen und Seniorengenossenschaften verdeutlichte die Referentin . Ein Lösungsansatz ist auch ein sogenanntes Quartierskonzept. Diese Konzepte zielen darauf, einen sozialen Nahraum mit dem sich die Bewohner identifizieren, so zu gestalten, dass auch ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf in ihrem vertrauten Wohnumfeld verbleiben können.

„Betreutes Wohnen".

Breiten Raum nahm auch die Thematik „Betreutes Wohnen" ein. Dabei handelt es sich um barrierefrei erschlossene Miet- und Eigentumswohnungen und mit dem Einzug wird ein Vertrag über soziale Betreuung abgeschlossen.

Anja Preuß zeigte den ILE-Verantwortlichen die Vor- und Nachteile auf. Eine „Faustregel" dabei ist, dass man bei einem Einzug den Haushalt noch weitgehend selbständig führen kann. Wichtig ist, dass man sich genau informiert, welche Leistungen angeboten werden.

Auch ambulant betreute Wohngemeinschaften gibt es, wobei die Zielgruppe betreuungs- und pflegebedürftige Menschen sind.  Die Referentin nannte am Ende noch die Faktoren für eine gelingende Umsetzung und wies im Detail auf die „Förderung neuer Konzepte für ein selbstbestimmtes Leben im Alter", abgekürzt SeLA hin.

Neue Seniorenfachstelle.

Im Anschluss daran stellte sich Kathrin Haberl von der Seniorenfachstelle am Landratsamt Straubing-Bogen vor. Diese Stelle fungiert als Koordinationsstelle und Vermittlung zu den entsprechenden Ansprechpartnern. Das Referat steht noch etwas am Anfang seiner Arbeit und kümmert sich künftig um Angelegenheiten, bei denen den Senioren in den Gemeinden nicht geholfen werden kann.

Diskutiert wurde beim nächsten Tagesordnungspunkt über eine sogenannte ILE-App. Laberweintings Bürgermeister Johann Grau zeigte sich mit dem Ablauf bzw. der App nicht zufrieden. Er und Bürgermeisterin Anita Bogner von der Gemeinde Rain sprachen sich dafür aus, dass diese App von einem Experten erläutert werden soll. Abschließender Beratungsgegenstand war das Behördennetz bzw. die Kommunalwahl. Geschäftsleiter Andreas Ranker von der Stadt Geiselhöring regte an, dass das Landratsamt Ansprechpartner für die IT-Sicherheit der Gemeinden sein müsste und entsprechende Lösungen präsentierten sollte.


In­te­grier­tes länd­li­ches Ent­wick­lungs­kon­zept (ILEK) für die ILE Laber

 

Die integrierte ländliche Entwicklung ist ein relativ neues Instrument der gemeindeübergreifenden Regionalentwicklung. Ziel ist es, die vielfältigen Interessen des ländlichen Raumes zusammenzuführen, Ökonomie, Ökologie und soziale Erfordernisse sollen durch umfassende Betrachtungen und Handlungsansätze miteinander vernetzt werden. Das Konzept zielt auf eine möglichst umfassende Berücksichtigung verschiedener Handlungsfelder ab, um den ländlichen Raum gleichzeitig als Lebens-, Arbeits-, und Erholungs- und Naturraum weiterzuentwickeln. Dabei sollen regionaltypische Eigenheiten besonders berücksichtigt werden, und es sollen regionalinterne Kräfte aktiviert und regionale Netzwerke aufgebaut werden. Die Handlungspläne berühren unter anderem Aspekte der Dorfgestaltung und Dorferneuerung, demografischen Entwicklung, Infrastruktur, Regionalplanung, landwirtschaftliche Flächen, Naturräume und Tourismus.

Die Erstellung eines ILEK ist Grundvoraussetzung für eine spätere Bereitstellung von Fördermitteln im Bereich der Interkommunalen Zusammenarbeit.

Die Stadt Geiselhöring hat im Rahmen der ILE Laber die Federführung bei der Erstellung eines integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) übernommen.


Rad­we­ge­kon­zept


Die ILE Laber hat in ihrer Sitzung vom 25.02.2015 entschieden, ein gemeinsames Radwegekonzept für die Mitgliedsgemeinden erstellen zu lassen. Die Federführung übernimmt hier der Markt Mallersdorf-Pfaffenberg. Es wurde bereits eine Zweckvereinbarung zur Durchführung geschlossen. Den Auftrag für die Erstellung des Konzeptes hat die MKS Architekten – Ingenieure GmbH aus Ascha erhalten.

Diese Erstellung des Radwegekonzeptes wird vom Amt für ländliche Entwicklung Niederbayern mit 75 % der entstehenden Kosten gefördert. Der Bewilligungsbescheid liegt bereits vor, so dass jetzt mit der konkreten Planung durch das Planungsbüro begonnen werden kann.

Auch die Gemeinden der ILE Nord 23 und der ILE Gäuboden haben mit der MKS Architekten - Ingenieure GmbH Verträge über die Erstellung eines Radwegekonzeptes abgeschlossen, so dass insgesamt auf dem Gebiet des Landkreises Straubing-Bogen ein aufeinander abgestimmtes Radwegenetz entstehen wird.


Kon­zept für ein länd­li­ches Kern­we­ge­netz

Parallel zum Radwegekonzept soll nun auch ein Konzept für ein ländliches Kernwegenetz erstellt werden. Dabei geht es darum, die wichtigsten Zufahrtswege zu den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken an die heutigen Erfordernisse an Ausbaubreite und Belastung anzupassen. Hier sind insbesondere Wege gemeint, die Straßenlücken (auch zwischen einzelnen Gemeinden oder Ortsteilen) schließen, Lagerstätten, Kiesgruben oder ähnliches erschließen oder Wege, die häufig als Umfahrungen von vorhandenen Straßen genutzt werden.

Ziel ist wiederum, ein gemeindeübergreifendes Gesamtkonzept zu entwickeln. Die notwendigen Beschlüsse wurden inzwischen gefasst. Der Auftrag für die Erstellung des Konzeptes wird in den nächsten Tagen erteilt, so dass nun mit der konkreten Planung begonnen werden kann.


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Foto: Bauhofleiter Dirnberger testet das GPS-Gerät zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Wellenhofer (von links)

ILE schafft GPS-Gerät an


Der Markt Mallersdorf-Pfaffenberg hat gemeinsam mit den anderen 6 Mitgliedsgemeinden der ILE Laber ein GPS-Gerät für 15.000 € angeschafft, wobei der Anteil des Marktes 3.600 € beträgt. Dies kam nun zum ersten Mal in Oberhaselbach zum Einsatz, um den Grenzverlauf zu den privaten Grundstücken bei dem neu zu erstellenden Gehweg festzustellen. Bei dieser Gelegenheit ließ sich Erster Bürgermeister Karl Wellenhofer von Bauhofleiter Josef Dirnberger die Funktionsweise des neuen Geräts erläutern. Auch selbst suchte Wellenhofer einen Grenzstein und war beeindruckt von der relativ einfachen Handhabung des GPS-Gerätes, das eine Fehlerabweichung von max. 3-5 cm aufweist. Künftig wird es immer dann zum Einsatz kommen, wenn für gemeindliche Zwecke Grenzsteine gesucht werden, wodurch die aufwändigen Einmessungen mit Maßband und Meterstab entfallen können. Amtliche Vermessungen müssen aber weiterhin vom Vermessungsamt vorgenommen werden. Bauhofleiter Dirnberger und Bürgermeister Wellenhofer erwarten sich künftig eine Arbeitserleichterung durch das neue Vermessungsgerät.


An­trag der ILE Laber auf Er­wei­te­rung der Fahrt­zei­ten der Gäu­bo­den­bahn am Wo­che­n­en­de


Die Stadt Geiselhöring und die ILE Laber haben bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft einen Antrag gestellt, die Fahrtzeiten der Gäubodenbahn in Richtung Neufahrn an Wochenenden zu erweitern. Die Strecke von Straubing nach Bogen hat bereits eine Verbindung am Samstag spätabends um 00.38 Uhr (letzter Zug).

Begründet wurde dies damit, dass den Jugendlichen im Labertal die Möglichkeit eröffnet werden soll, am Straubinger Nachtleben teilzuhaben. Die Gäubodenbahn ist für das Labertal eine wichtige Infrastruktureinrichtung, die es zu erhalten, weiterzuentwickeln und attraktiv zu gestalten gilt.

Der Leiter der Gäubodenbahn, Herr Stiebler, signalisierte in einem Gespräch eine grundsätzliche Bereitschaft, dies umzusetzen. Der Antrag sei jedoch bei der Bayerischen Eisenbahngesellschaft zu stellen, was hiermit geschehen ist.